• Vladimir VOLEGOV

    Geboren 1957 in Khabarovsk, im russischen Fernen Osten, verbrachte er seine Kindheit mit ständigen Umzügen, stets unterstützt von der aufmerksamen und liebevollen Präsenz seiner Mutter. Schon als Kind war Malen für ihn eine innere Notwendigkeit – der natürlichste Weg, die Welt zu beobachten, zu verstehen und ihr Gestalt zu geben. Die Fürsorge seiner Mutter prägte seine Sensibilität gegenüber dem weiblichen Universum, das zum Herzen seiner künstlerischen Vision werden sollte.

    Frauen – mit ihrer stillen Stärke, ihrer Zärtlichkeit und Weisheit – sind eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Durch sie lernte er, dass Feinheit und Sensibilität tiefe Formen von Stärke sind.

    Während seiner künstlerischen Ausbildung begegnete er den großen Meistern der klassischen Malerei: Repin und Serov prägten seine ersten Schritte, während Anders Zorn, John Singer Sargent, Giovanni Boldini und Joaquín Sorolla dazu beitrugen, seine Sprache zu definieren, die auf der emotionalen Wahrheit des Porträts, der Anmut der Geste und Licht als Träger von Gefühl basiert.

    Er arbeitete in verschiedenen Bereichen – von Illustration bis zu redaktionellen und digitalen Projekten – und hat die Malerei nie aufgegeben. Auf Reisen durch Europa und beim Malen von Porträts in den Straßen von Barcelona, Berlin und Wien lernte er, die emotionale Essenz der Menschen schnell zu erfassen und seine Darstellung zu verfeinern.

    Die Hauptthemen seiner künstlerischen Forschung sind Frau und Kindheit: Indem er intime Momente einfängt, versucht er, Fürsorge, Zärtlichkeit und Liebe zu vermitteln und Emotion sichtbar zu machen.

    Anfang der 2000er Jahre erreichte seine Arbeit internationale Aufmerksamkeit durch Kooperationen mit Galerien in Europa und den USA, wodurch er einen zeitgenössischen romantischen Realismus etablierte, der auf die menschliche Figur fokussiert ist.

    Seit 2006 lebt er in Spanien, dessen Licht und Atmosphäre seine Malerei auf natürliche Weise beeinflussen. Hier wurde seine Forschung persönlicher, nicht auf formale Ähnlichkeit, sondern auf emotionale Resonanz ausgerichtet: das, was bleibt, wenn die Zeit stillzustehen scheint.

     

    Heute arbeitet er weiterhin an privaten Aufträgen und persönlichen Projekten, stets der Idee treu, die ihn seit jeher leitet: Malerei muss Leben, Emotion und Menschlichkeit atmen. Jedes Werk entsteht als Geste der Bewunderung und Dankbarkeit für die innere Schönheit des Menschen.

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  • Francesco PALMA

    Francesco Palma ist ein Künstler, der seit über vierzig Jahren die dekorative Malerei, Porträtkunst und Bühnenbildgestaltung mit Genauigkeit und Sensibilität erforscht und dabei Technik und emotionale Ausdruckskraft miteinander verbindet. Palma entwickelt eine visuelle Sprache, die zwischen Erinnerung und Gegenwart oszilliert und dabei die Authentizität der Geste und die Intensität der Linie in den Vordergrund stellt. 1998 gründete er zusammen mit Dario Roselli FRADA, ein Atelier für Kunst, das sich auf handgemalte Fresken für exklusive Residenzen weltweit spezialisiert hat. Heute leitet Francesco Palma die Abteilung für handgemalte Gemälde bei Affreschi & Affreschi, dem Unternehmen, das die Marke J.Rose besitzt. Für die Kollektion Follow the Flow von J.Rose verwandelt Palma die Oberfläche des Etiketts in eine malerische Erzählung in Bewegung, in der Formen und Symbole harmonisch tanzen und Rhythmen und Gesten verschiedener Kulturen hervorrufen. Jedes Etikett wird zu einer visuellen Choreografie, einem Geflecht von Emotionen, das der malerischen Geste eine narrative und sensorische Rolle zurückgibt.

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  • Milo MANARA

    Milo Manara wurde am 12. September 1945 in Luson in der Provinz Bozen geboren. Ende der 1960er Jahre debütierte er als Autor von erotisch-detekivischen Geschichten. In den 1970er Jahren arbeitete er mit dem Corriere dei Ragazzi und vielen anderen Comiczeitschriften der Zeit zusammen. Nach Texten von Alfredo Castelli und Mario Gomboli schuf er „Un fascio di bombe“. Zusammen mit Silverio Pisu erweckte er „Lo Scimmiotto e Alessio, il borghese rivoluzionario“ zum Leben, was sein Debüt im Autorencomic markierte. 1978 folgte der Wendepunkt mit Giuseppe Bergman, der erste große erfolgreiche Charakter, den Manarakonzipierte, schrieb und zeichnete. Anfang der 1980er Jahre schuf er „Il Gioco“, eine Geschichte, die ihm weltweiten Erfolg brachte. Nach Texten von Hugo Pratt illustrierte er „Tutto ricominciò con un’estate indiana“ und „El Gaucho“. In dieser Zeit entstand auch die ikonische Figur Miele, die Protagonistin von „Il profumo dell’invisibile“ und „Candid Camera“. Ab 1987 arbeitete er mit Federico Fellini zusammen und adaptierte zwei Drehbücher des Regisseurs zu Comics: „Viaggio a Tulum“ und „Il viaggio di G. Mastorna“, auch bekannt als Fernet. Es folgten Comic-Adaptionen von drei literarischen Klassikern: „Gulliveriana“, „Kamasutra“ und „L’asino d’oro“. Anschließend illustrierte er drei sozialthematische Geschichten: „Ballata in Si bemolle“, „Rivoluzione“ und „Tre ragazze nella rete“. 2009 beauftragte Marvel Comics ihn zusammen mit Chris Claremont mit einer weiblich geprägten X-Men-Geschichte, „X-Men: Ragazze in fuga“. Er arbeitete auch mit Neil Gaiman für DC Comics zusammen. Seit 2000 arbeitet Manara am Projekt „Il pittore e la modella“. Nach Texten von Alejandro Jodorowsky illustrierte er einen Comic über die Borgias. 2015 veröffentlichte er für Panini Comics „La Tavolozza e la spada“, den ersten von zwei Bänden über das Leben von Caravaggio, gefolgt von „La Grazia“, veröffentlicht im Februar 2019, dem Jahr, in dem er sein fünfzigjähriges Berufsleben feierte. Anlässlich dieses Jubiläums ehrte ihn das Festival de la Bande Dessinée in Angoulême erstmals mit einer großen Retrospektive während der 46. Ausgabe des bedeutendsten europäischen Comic-Events.

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  • Guido CREPAX

    Geboren 1933 in Mailand in einem Umfeld, in dem Kunst zum Alltag gehörte, wuchs Guido Crepax zwischen Musik und ästhetischer Sensibilität auf: Sein Vater war Solocellist an der Scala, und der Rhythmus des Klangs wurde für ihn zum Rhythmus der Seite. Diese Neigung zur Komposition verband sich mit der Strenge seines Architekturstudiums, das er 1958 abschloss und das ihn lehrte, nicht nur Räume, sondern auch grafische Seiten zu gestalten.

    Bevor er sich dem Comic widmete, verfeinerte Crepax seinen eleganten Stil in der Werbegrafik, indem er Jazz-Schallplattenhüllen und Kampagnen für Marken wie Shell und Campari entwarf. Diese Erfahrungen bereiteten ihn darauf vor, eine moderne Ästhetik in seine bekanntesten Werke zu übertragen. 1965 ließ er Valentina Rosselli in der Zeitschrift Linus debütieren, zunächst als Nebenfigur. Doch schon bald wurde Valentina zur absoluten Protagonistin: eine „lebendige“ Frau mit Ausweis, einem Beruf als Fotografin und einer komplexen Psyche. Kein Archetyp, sondern eine Figur, die gemeinsam mit ihrem Schöpfer altert und sich mit Unabhängigkeit und Intensität durch die italienische Gesellschaft der 1960er- und 1970er-Jahre bewegt. Valentina zu erschaffen bedeutete, Tabus zu brechen, weibliche Emanzipation zu erforschen und Erotik in eine intellektuelle Untersuchung zu verwandeln.

    Crepax revolutionierte auch die Sprache des Comics, indem er das traditionelle Raster überwand. Seine Erzählweise nahm filmische Rhythmen an und zerlegte die Handlung in kleinste Details — eine Spiegelung in einer Brille, eine Geste, ein Atemzug — wodurch sich die Wahrnehmung der Zeit ausdehnt. So verschmilzt Valentinas Alltag mit einer traumhaften Dimension und macht den Leser zum Teil ihrer Fragilität und ihrer Visionen. Durch sie verbindet Crepax Mode, Literatur und Psychoanalyse zu einer Gesamtkunstform, die die Unruhe einer sich wandelnden Gesellschaft einfängt.

    Crepax bleibt ein Architekt des Begehrens, der die Ästhetik des 20. Jahrhunderts in eine zeitlose Linie übersetzt und eine Stil-Ikone hinterlässt, die weiterhin mit der Moderne im Dialog steht.

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